Alexander Hartmann

»Diszipliniert ins kalte Wasser springen.«

Wie würdest du deine eigene Arbeit / Kunstform beschreiben?

Ich bin Musiker, Saxophonist, Selbständig, Freiberufler.
Ich arbeite täglich daran meinem Anspruch gerecht zu werden. Das wird wohl niemals enden. Mit den mir zur Verfügung stehenden bescheidenen Mitteln, möchte ich Geschichten erzählen, Emotionen wachrütteln und Energie weitergeben.

Wie hast du deine Kunstform für dich entdeckt? Gibt es vielleicht nennenswerte Vorbilder oder Persönlichkeiten, die deinen Weg geprägt haben?

Von der Blockflöte zum Klavier und spät zum Saxophon. Das Instrument hat auf mich gewartet. Ich habe dafür im Prinzip alles aufgeben. Geprägt durch die Musik der 1950er und den Jazz der 1960er. Ich wollte es nicht nur konsumieren, sondern ein Teil davon sein. Nur noch Üben, Lernen, Spielen. Längst ist mir jede Art von Musik eine Inspiration. Ehrlich muss sie sein und handwerklich von Qualität.

Was bedeutet kreatives Arbeiten für dich?

Kreatives Arbeiten setzt stupides technisches Lernen voraus. Wobei das nicht negativ gemeint ist und eine große Zufriedenheit zur Folge haben kann und soll. Auf dieser Grundlage bzw. dem aktuellen Niveau kann man Kreativität zulassen. In meinem Fall als Live Musiker im Jazz und Pop entsteht Kreativität auf der Bühne in der Interaktion mit den anderen Musikern.

Warum machst du bei THE ART OF mit?

Weil ich nicht weiß worauf ich mich da einlasse. Das ist aber auch mein Alltag als Musiker. Diszipliniert ins kalte Wasser springen.

Was erwartest bzw. erhoffst du dir von diesem Projekt?

Spannende Kontake, Inspiration, mich selber mal anders sehen.

Über welchen Social Media Kanal kommunizierst du am liebsten? 

Neuerdings Facebook. Die beste Informationsquelle im Zusammenhang mit der Corona Krise. Außerdem ist meine Generation dort unter sich :-)
Für Business Infos nutze ich Xing. Ansonsten etwas Insta.

Anna Lipski

»Ich freue mich darauf und bin gespannt, wie das Projekt meine eigene Arbeit (vielleicht nachhaltig) beeinflussen wird.«

Wie würdest du deine eigene Arbeit / Kunstform beschreiben?

Wenn ich meine Arbeit in Adjektiven zusammenfassen müsste: modern, bunt & ästhetisch.
Den Stil meiner Werke würde ich als eine Kombination aus den Kunstrichtungen Contemporary Art, Pop Art und dekorativer Kunst beschreiben. Ich arbeite gern mit Farben - diese wähle ich bewusst aus und kombiniere sie so, dass sich ein stimmiges und stilvolles Bild ergibt.

Wie hast du deine Kunstform für dich entdeckt? Gibt es vielleicht nennenswerte Vorbilder oder Persönlichkeiten, die deinen Weg geprägt haben?

Bereits als Kind habe ich viel Zeit in das Zeichnen von Manga-Gesichtern und Fantasiefiguren investiert. Es gefiel mir, beim Zeichnen sowohl abschalten zu können, als auch meiner sehr fantasievollen Gedankenwelt einen Platz auf dem Papier zu geben.

Was bedeutet kreatives Arbeiten für dich?

Kreatives Arbeiten bedeutet für mich: meiner Kreativität und Fantasie im Kopf keine Grenzen zu setzen, mir aber immer eine gewisse Grundstruktur zu bewahren, d.h. meine einzelnen Schritte vorher im Kopf durchzugehen und zu visualisieren wie mein Werk am Ende aussehen könnte - alles kann nichts muss. Genauso bedeutet es für mich, meinen Prozess zu hinterfragen und zu optimieren und vor allem auch mal Abstand vom Ganzen zu nehmen und die Arbeit aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Denn meiner Kreativität tut es nicht nur gut wenn ich im „Flow“ bin, sondern auch, wenn ich sie an bestimmten Punkten unterbreche, innehalte und neu ansetze.

Warum machst du bei THE ART OF mit?

Beim Malen war ich bisher immer für mich allein. Ich habe mir nur selten Meinungen von anderen Künstler*innen während des Malprozesses eingeholt. THE ART OF ist eine tolle Möglichkeit, Kreative aus unterschiedlichen Kunstrichtungen kennenzulernen, Feedback zu bekommen und Anregungen zu geben. Win-Win also! Außerdem ist es wichtig für mich, dass meine Kunst und Kreativität nicht stagniert - das Projekt ist gerade jetzt zum Anfang des Jahres eine gute Motivation aus dem „Winterschlaf“ zu erwachen und mit einer für mich neuen Aufgabe zu starten. Ich freue mich darauf und bin gespannt, wie das Projekt meine eigene Arbeit (vielleicht nachhaltig) beeinflussen wird.

Was erwartest bzw. erhoffst du dir von diesem Projekt?

Ich hoffe, dass wir Künstler*innen uns bei diesem spannenden Projekt anspornen und unterstützen können. Besonders in der aktuellen Lage finde ich diesen Punkt sehr wichtig.

Kleopetrol

»Kreatives Arbeiten ist die einzige Arbeit, die ich kenne.«

Wie würdest du deine eigene Arbeit / Kunstform beschreiben?

Ich bin Komponist / Musikproduzent. In meinem Studio in Braunschweig komponiere und produziere ich Songs, Jingles, Film- und Werbemusik, meistens im Alleingang, oder aber zusammen mit meiner Frau Tiana und meiner Band Kleopetrol.

Wie hast du deine Kunstform für dich entdeckt? Gibt es vielleicht nennenswerte Vorbilder oder Persönlichkeiten, die deinen Weg geprägt haben?

Da meine beiden Eltern, sowie mein Onkel (professionelle) Musiker sind, war dieser Weg für mich von Anfang an klar. Mit zwei Jahren begann ich Schlagzeug zu spielen, wechselte aber bereits mit vier Jahren an mein Hauptinstrument: das Klavier. Das Songwriting passierte schon immer automatisch, bis ich mit ca. 15 Jahren einen Plattenvertrag bei Peter Hoffmann (Tokio Hotel) und Franz Plasa (Selig, Echt) unterschrieb und dort als Artist, Songwriter und Keyboarder in den H.O.M.E-Studios in Hamburg arbeitete.  
Nach ein Paar Auftritten und kleineren Touren im deutschsprachigen Raum mit Künstlern wie Mimi Müller-Westernhagen, Gregor Meyle, Tommy Reeve und TM Stevens merkte ich aber, dass das Bühnenmusiker-Leben alleine noch nicht die Endstation für mich war und ich zog mich hauptsächlich hinter die Kulissen zurück, baute mir ein Studio auf und begann meine Songs bei anderen Artists und Formaten unterzubringen.

Was bedeutet kreatives Arbeiten für dich?

Kreatives Arbeiten ist die einzige Arbeit, die ich kenne. Damit meine ich nicht, dass ich bisher nur künstlerisch gearbeitet habe, allerdings ist es mir kaum möglich eine Tätigkeit streng nach Vorgabe abzuschliessen. Meine Kreativität sucht sich seinen Weg nach aussen, kein Rezept, Fahrplan oder Bauanleitung ist vor meinem künstlerischen Anspruch gefeit. Dass das nicht in allen Arbeitsbereichen gut ankommt, liegt auf der Hand, sodass ich jeden Tag dankbar bin, mit meiner Kreativität tatsächlich meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Warum machst du bei THE ART OF mit?

THE ART OF hat mich von der ersten Mail an gecatched. Da ich die allermeiste Zeit allein in meinem Studio arbeite, gibt es selten direkte Berührungspunkte mit anderen Künstlern in meinem Berufsalltag. Besonders die Braunschweiger Kunstszene konnten wir aufgrund der Corona-Situation und da wir auch erst seit ca. anderthalb Jahren in Braunschweig sind, noch nicht gebührend erkunden. THE ART OF scheint da die perfekte Gelegenheit!

Was erwartest bzw. erhoffst du dir von diesem Projekt?

Die Pandemie öffnet Künstlern ganz neue Kanäle. Abgesehen von der finanziellen Herausforderung und der ungewissen Zukunft, konnte man viele spannende Entwicklungen und Projekte beobachten, die im ansonsten ziemlich getakteten Berufsalltag zu normalen Zeiten, niemals das Licht der Welt erblickt hätten. Auch ich habe mich nochmal anders fokussiert und die künstlerische Arbeit in den Vordergrund gerückt. Dieser Fokus, den ich auch bei vielen Kollegen beobachten konnte, gibt einem ganz neue Energie, die es unbedingt zu teilen gilt. Ich freue mich sehr über eine Zusammenarbeit verschiedenster Braunschweiger Künstler und bin sicher, dass hier einige spannende Synergien stattfinden werden.

MollyBasta

»Man kann ja so viele verschiedene Spaten miteinander verschmelzen.«

Wie würdet ihr eure eigene Arbeit / Kunstform beschreiben?

Wir schreiben, komponieren und produzieren eigene Songs und Videos.

Wie habt ihr eure Kunstform für euch entdeckt? Gibt es vielleicht nennenswerte Vorbilder oder Persönlichkeiten, die euren Weg geprägt haben?

Wir waren beide schon im Kindesalter sehr an Musik interessiert. Unsere Liebe zu Rhythmen, Melodien und Texten ist seitdem stetig gewachsen und für uns beide zum Beruf geworden.

Was bedeutet kreatives Arbeiten für euch?

Einfach drauf los zu legen, erstmal seinem Bauchgefühl zu folgen und etwas Eigenes zu schaffen. Kreatives Arbeiten gibt einem die Gelegenheit die restliche Welt auszublenden, hilft dabei, Emotionen zu verarbeiten und dient somit super als Ventil.

Warum macht ihr bei THE ART OF mit?

Zum einen haben wir einfach sau viel Zeit :D und das Projekt gibt einem wieder eine gewisse Arbeitssinnhaftigkeit. Zum anderen ist es schön, wenn man so wie wir selber mit seiner Band noch in den Kinderschuhen steckt auf diesem Wege neue Kontakte knüpfen zu können. Braunschweig hat eine sehr breit aufgestellte Kunstszene und wir haben in den letzten Monaten schon sehr viel Zusammenhalt erfahren. THE ART OF ist auch ein Resultat daraus. Deshalb war für uns sofort klar, dass wir dabei sein möchten.

Was erwartet bzw. erhofft ihr euch von diesem Projekt?

Wir erhoffen uns, Leute aus allen möglichen künstlerischen Bereichen kennen zu lernen, uns neue Einblicke in diese zu verschaffen und vielleicht sogar etwas voneinander zu lernen. Man kann ja so viele verschiedene Spaten miteinander verschmelzen. Z.B. könnte ein/e Tänzer*inn eine Choreografie zu einem Song entwickeln, den wir schreiben, oder wir werden von einem Bild inspiriert, dass ein/e Künstler*in malt. Alles ist möglich. Wir sind sehr gespannt wem wir bei THE ART OF so begegnen werden und freuen uns, dass wir dabei sein dürfen.

Roberta Bergmann

»Weil ich von Natur aus neugierig bin und gern neue Dinge ausprobiere.«

Wie würdest du deine eigene Arbeit / Kunstform beschreiben?

Ich probiere gern neue Techniken aus, spiele und experimentiere mit Materialien.

Ein konkretes Beispiel: Eine meiner Serien sind ÜBERMALUNGEN > Ich finde alte Bilder in Garagen, auf Flohmärkten und ändere deren visuelle Inhalte: lösche Teile und ergänze Bildhaftes. Ich orientiere mich an dem, was schon da ist, das inspiriert mich. Ich versuche eine Geschichte zu erzählen. Ich versuche es als Kooperation mit dem Künstler zu begreifen, der den ersten Pinselstrich machte.

Wie hast du deine Kunstform für dich entdeckt?

Ich habe schon immer gezeichnet und gemalt, gern auch in Kombination mit dem Geschichtenerzählen/erfinden.
Nach meinem Studium an der HBK Braunschweig, wo ich alle Werkstätten genutzt habe (Druckgrafik, Siebdruck, Papierverarbeitung, Digitaldruck, Fotostudio, Fotolabor, Holzwerkstatt …), blieb die Leidenschaft für das Malen und Illustrieren bestehen. In dieser Zeit habe ich auch angefangen, meine Werke auszustellen und zu verkaufen. Von 2005-2017 habe ich in der Ateliergemeinschaft Tatendrang gearbeitet. Seit 2018 habe ich ein Atelier im Braunschweiger Künstlerhaus e.V.

Gibt es vielleicht nennenswerte Vorbilder oder Persönlichkeiten, die deinen Weg geprägt haben?

Ich mag gegenständliche Malerei und Plastik, wenn der Mensch im Vordergrund steht. Vor allem die Expressionisten wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff. Oder Künstlerpersönlichkeiten wie Käthe Kollwitz, Frida Kahlo, Francis Bacon und Alberto Giacometti.

Was bedeutet kreatives Arbeiten für dich?

Ohne etwas kreativ zu schaffen, könnte ich wohl nur schwer leben. Ich brauche es, um zufrieden und erfüllt zu sein, auch wenn das pathetisch klingt.

Warum machst du bei THE ART OF mit?

Weil ich von Natur aus neugierig bin und gern neue Dinge ausprobiere. Ich mag das Konzept von THE ART OF und ich vernetze mich gern mit anderen Kreativen. Auch deshalb schreibe ich Sachbücher über Kreativität (z.B. „Kopf frei für den kreativen Flow“, Haupt Verlag 2018) und habe einen Blog und Podcast mit Namen „Der kreative Flow“ (überall, wo es Podcasts gibt, mehr Infos unter: www.derkreativeflow.de), auf dem ich mich mit anderen Kreativen austausche, ihnen eine Plattform biete und wir uns über unseren kreativen Schaffensprozess unterhalten und das Geheimnis des kreativen Flows ergründen.

Was erwartest bzw. erhoffst du dir von diesem Projekt?

Ich erwarte Wertschätzung für meinen kreativen Output durch die Veranstalter, das Team, die Öffentlichkeit und viel mediale Aufmerksamkeit für das Projekt. Ich wünsche mir eine temporäre Plattform für Kreative in Braunschweig und ich erhoffe mir, dass wir, die ersten neun Kreativen, tolle Ergebnisse zum Oberthema (das ich noch nicht kenne) kreieren und uns untereinander inspirieren, wenn es passt.

tom2rock

»Bei uns steht die Musikalität an erster Stelle.«

Wie würdet ihr eure eigene Arbeit / Kunstform beschreiben?

Wir, die Brüder Tomy und Rocky, sind seit 20 Jahren aktiv als Tänzer-Duo Tom2Rock. Seit Kindheitstagen haben wir bereits mit dem Breakdance begonnen und konnten im Laufe der Zeit einige Erfolge erzielen.

Was uns ausmacht ist die Verbindung von uns als Brüder. Die besondere Ausstrahlung sehen auch die Zuschauer in unserem Tanzen.

Wir haben einen eigenen Stil entwickelt mit einer Mischung von Hip-Hop und Breakdance. Bei uns steht die Musikalität an erster Stelle. Wir versuchen in unseren Shows immer besonders darauf zu achten die Effekte in der Musik in unseren Bewegungen umzusetzen.

Wie habt ihr ere Kunstform für euch entdeckt? Gibt es vielleicht nennenswerte Vorbilder oder Persönlichkeiten, die euren Weg geprägt haben?

Wir waren große Fans von Michael Jackson und seine Moves haben uns inspiriert. Damals wollten wir auch immer bei der Mini-Playbackshow mitmachen. Das war auch eine Inspiration für uns.

Als wir die Weltmeisterin Kim Wojtera kennengerlernt haben, war sie eine große Inspiration für uns. Sie hatte einen ganzen anderen Stil, nicht nur im Tanzen, sondern auch in der Art zu arbeiten und gemeinsam haben wir es geschafft die Breaking Salsa Show auf Deutschlandtour auf die Beine zu stellen.

Was bedeutet kreatives Arbeiten für euch?

Verschiedene Tanzshows und Tanzfilme inspirieren uns für kreative Ideen. Die Freiheit als Tänzer kreativ für seine Projekte arbeiten zu können ist besonders und jedes neue Projekte lässt uns wieder auf neue Ideen kommen.

Durch den Austausch zwischen uns entstehen die besten Ideen.

Warum macht ihr bei THE ART OF mit?

Wir finden das ein tolles Projekt, dass ihr besonders in dieser Zeit eine Plattform ins Leben gerufen habt für den Austausch unter den Künstlern. Gerade jetzt ist es wichtig, dass die künstlerische Branche zusammenhält und mit neuen Ideen auf die aktuelle Zeit reagiert.

Was erwartet bzw. erhofft ihr euch von diesem Projekt?

Wir würden uns sehr freuen, wenn die schöne Idee nach der ersten Runde weiterentwickelt werden kann, um neue Künstler mit dem Projekt zu erreichen und damit das Netzwerk zu vergrößern.

DJ Evolution

»Ich erhoffe mir etwas Bleibendes zu erschaffen.«

Wie würdest du deine eigene Arbeit / Kunstform beschreiben?

Musikalisch bin ich irgendwo zwischen Hip Hop, R&B und Pop angesiedelt. Alle meine Produktionen haben einen urbanen touch und sind auf eine Art und Weise rough gehalten.

Wie hast du deine Kunstform für dich entdeckt? Gibt es vielleicht nennenswerte Vorbilder oder Persönlichkeiten, die deinen Weg geprägt haben?

Musik und die Liebe zu Hip Hop habe ich mit ca. 10 Jahren für mich entdeckt. Seit dieser Zeit hat die Musik einen enormen Stellenwert in meinem Leben. Durch das Auflegen und die Clubs ist die Musik mein ständiger Wegbegleiter gewesen. Die eigenen Produktionen waren somit der nächste logische Schritt.

Über die vergangenen Jahre habe ich mit vielen nationalen sowie internationalen Musikern und DJs zusammenarbeiten dürfen. Ich würde sie nicht zwangsläufig als Vorbilder sehen, sondern mehr als Inspirationsquellen und Partner, die die gleichen Visionen haben.

Was bedeutet kreatives Arbeiten für dich?

Es bedeutet Freiheit für mich. Etwas von null auf zu erschaffen und die Entwicklung zu sehen. Ein unglaublich erfüllendes Gefühl.

Warum machst du bei THE ART OF mit?

Ich scheue mich nie vor Herausforderungen. Ein Thema vorgegeben zu bekommen ist eine andere Herausforderung als selbst zu entscheiden in welche Richtung man gehen möchte. Es holt einen aus der Comfort Zone und gibt mir eine Art von Nervenkitzel.

Was erwartest bzw. erhoffst du dir von diesem Projekt?

Ich erhoffe mir etwas Bleibendes zu erschaffen.

Philip Pohl

»Phantasie ist grenzenlos.«

Wie würdest du deine eigene Arbeit / Kunstform beschreiben?

Sehr Comic / Cartoon lastig gepaart mit Abstrakten Grafiken.

Wie hast du deine Kunstform für dich entdeckt? Gibt es vielleicht nennenswerte Vorbilder oder Persönlichkeiten, die deinen Weg geprägt haben?

Ich habe mich schon als Kleinkind für Kunst und Malerei interessiert. Nachdem ich die ersten Graffitis gesehen hatte, habe ich meine künstlerischen Aktivitäten in diese Richtung ausgeweitet. Nennenswerte Künstler die mich geprägt haben sind RAK2, Mae0ne, Daim und Toast.

Was bedeutet kreatives Arbeiten für dich?

Kreatives Arbeiten bedeutet für mich Freiheit! In der heutigen Zeit wird gesellschaftlich so viel vorausgesetzt, dass ich mich bei kreativen Vorgängen davon entferne und völlig ausleben kann. Phantasie ist grenzenlos.

Warum machst du bei THE ART OF mit?

THE ART OF ist für mich persönlich eine neue Herausforderung und ich bin gespannt, was so alles kreiert wird.

Was erwartest bzw. erhoffst du dir von diesem Projekt?

Ich freue ich mich auf viele (noch) unbekannte Kreative und erhoffe mir Inspiration!

Kathrin Reinhardt

»Theater geht nicht alleine.«

Wie würdest du deine eigene Arbeit / Kunstform beschreiben?

Ich bin freiberufliche Schauspielerin und Theaterpädagogin, arbeite u.a. in der „Freien Theaterszene“ in Braunschweig und Hannover, bin an der Entwicklung und Ausführung von Theaterproduktionen in unterschiedlichen Zusammenhängen tätig.

Wie hast du deine Kunstform für dich entdeckt? Gibt es vielleicht nennenswerte Vorbilder oder Persönlichkeiten, die deinen Weg geprägt haben?

Als Schülerin faszinierten mich die »modernen« Inszenierungen des Bremer Theaters, vielleicht waren die regelmäßigen Besuche während meiner Zeit in der Oberstufe die »Initialzündung«, auf jeden Fall zog ich nach dem Abitur nach Berlin, genoss das kulturelle Leben dort, machte Theaterworkshops und schrieb mich »nebenbei« an der Uni ein (Germanistik, Soziologie, Theaterwissenschaft).

Die »großen« Häuser, wie z. B., die legendäre »Schaubühne« mit Schauspielerinnen wie Jutta Lampe und Edith Clever (…) beeindruckten und prägten mich. Ebenso die riesige »Freie Szene« mit völlig unterschiedlichen Formaten und Inhalten. Die »Klassiker« des Theaters ebenso wie selbst erarbeitete, oft politisch ambitionierte, experimentierfreudige Stücke und Performances. Mit meinem Schauspielstudium in Salzburg, das ich zwei Jahre später begann, konnte ich beides verbinden.

Wen kann man mit Theater erreichen und wie? Und warum ist Theater wichtig? Diese Fragen stelle ich mir seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn immer wieder aufs Neue und in verschiedenen Kontexten.

Mit meiner künstlerischen Selbständigkeit lösten sich berufliche Hierarchien und Zuständigkeiten mehr und mehr auf, ich erarbeite zunehmend in eigener künstlerischer Verantwortung Konzeptionen und Texte im theatralen Rahmen.

Vor allem durch meine Arbeit mit der »Agentur für Weltverbesserungspläne« in der freien Theaterszene seit fast zehn Jahren, bekommen die oben genannten Fragestellungen einen künstlerischen Eigenwert. Die Bereitschaft, sich mit diversen Inhalten und auch ungewohnten Themen auseinanderzusetzen, scheint größer. Das gemeinsame Erleben einer Theatervorstellung außerhalb des konventionellen Theaterbetriebs, regt die direkte Kommunikation an, kann Gedankenwelten und neue Horizonte eröffnen, weil sie mit Ungewohntem, Unvorhersehbarem überrascht. und die »Kunst« in den Alltagsraum holt. Und erreicht darüber hinaus auch Menschen, die kaum oder nie kulturelle Einrichtungen besuchen.

In der derzeitigen »Pandemie«- Lage wird immer deutlicher, wie wichtig Räume des Gedankenaustausches und der Kreativität sind. Wie sehr Kultur und Theater im besonderen, die Menschen zusammenbringen und die Möglichkeit bieten, miteinander zu kommunizieren.

Was bedeutet kreatives Arbeiten für dich? Warum machst du bei THE ART OF mit? Was erwartest bzw. erhoffst du dir von diesem Projekt?

Theater geht nicht alleine – der Austausch und die Kommunikation mit Kolleg:innen und dem Publikum ist die Grundlage des Theater Spielens. Theater findet in der Entwicklung und Ausführung immer in einer Art Dialog statt.

Egal ob ein Stück oder eine Performance über Recherche, mit einer Vorlage oder über Improvisation entsteht, es braucht in jedem Arbeitsprozess ein Gegenüber, das zusieht, und / oder mitspielt, mitdenkt, die Wirkung überprüft.

Ich recherchiere und schreibe am liebsten in einer Gruppe oder mit einem:r Partner:in zu einem Thema und probiere und entwickle dann spielerisch im gemeinsamen Austausch weiter. Auch mit literarischen Vorlagen gehe ich gerne um, ob als Inspiration, Bearbeitung für eine Bühnenfassung oder (szenische) Lesung. Musik ist natürlich ein wichtiges Stilmittel - ich singe selber und benutze Musik gerne als Ausdrucksmittel der jeweiligen Figuren / Rollen.

Die Pandemie erschwert die Arbeit enorm bzw. macht sie zum größten Teil unmöglich. Viele Projekte und Vorstellungen sind ausgefallen oder auf Eis gelegt. Dadurch mangelt es an konkreten beruflichen Zielen, Ausrichtungen und Strukturen.

THE ART OF ist eine Chance, mit anderen Kreativen in Kontakt zu treten, sich zu vernetzen, künstlerisch zu inspirieren, sich weiterzuentwickeln und nicht zuletzt eine Möglichkeit, sich an einem zeitlich vorgegebenen Rahmen / Projektplan zu orientieren und den Alltag danach auszurichten.

Die Durchführung und Präsentation ist unabhängig von »Lockdowns« möglich und natürlich ist es als Schauspielerin wichtig, für eine Öffentlichkeit / ein Publikum »sichtbar« und präsent zu bleiben.