THE ART OF: Kultur ist systemrelevant

Künstlerin sucht Publikum – Da auch unsere Theater sowie alle anderen Veranstaltungslocations momentan geschlossen sind, bietet die Öffentliche Versicherung Braunschweig mit THE ART OF alternative Bühnen für regionale Künstlerinnen und Künstler.

Öffentliche Versicherung Braunschweig öffnet neue virtuelle Räume für die regionale Kunstszene

Mit THE ART OF startet die Öffentliche Versicherung Braunschweig unter Mitwirkung von neun Künstler:innen aus der Region ein interdisziplinäres Projekt, um einen aktiven Beitrag zur Unterstützung der Kultur- und Kreativszene zu leisten.

Von dem mit dem pandemiebedingten Lockdown und damit verbundenen Maßnahmen ist insbesondere die Kulturbranche betroffen – und zwar massiv. Seit Monaten sind zahllose Veranstaltungen ausgefallen, kulturelle Einrichtungen geschlossen und Produktionen auf unbestimmte Zeit verschoben. »Künstler und Kreative, Musiker, Schauspieler, Sänger und viele andere Kulturschaffende werden damit unverschuldet zu Verlierern der Corona-Krise. Kurzum: Die Existenz und Vielfalt der Kunst- und Kulturbranche ist in Gefahr – auch in der Region rund um Braunschweig«, skizziert Friederike Kühn aus der Unternehmenskommunikation der Öffentlichen Versicherung Braunschweig.

Aus diesem Grund hat die Versicherung in Zusammenarbeit mit der Braunschweiger Agentur eventives die Idee zu THE ART OF entwickelt. Christiane Nagel, Projektleitern bei der Agentur, erläutert: »Während wirtschaftliche Einbußen der betroffenen Künstler:innen durch staatliche Hilfspakete zumindest teilweise kompensiert werden können, fehlt es indes nicht nur an Publikum, Bühnen, Ausstellungs- und Auftrittsmöglichkeiten – sondern auch an kreativen Herausforderungen, künstlerischem Austausch und Inspiration.«

THE ART OF als gemeinschaftlicher Kreativprozess

THE ART OF richtet sich bewusst an Kulturschaffende, die besonders schwer von der Pandemie betroffen sind, etwa Soloselbstständige und hauptberufliche Künstler:innen ohne Festanstellung. Neben der finanziellen Unterstützung im Rahmen des Projekts ist es der Öffentlichen als Initiator vor allem wichtig, die Rolle und Bedeutung der Kulturwirtschaft zu bestärken. »Kultur ist systemrelevant«, bringt es Kühn auf den Punkt.

Außerdem soll mithilfe des Vorhabens eine neue Plattform ins Leben gerufen werden: Die beteiligten neun Künstler:innen erhalten einen Raum für ihre Kunst, Aufmerksamkeit und Support. In der Zusammenwirkung der unterschiedlichsten Kultursparten soll im Projektzeitraum so ein interdisziplinäres, kollaboratives, cross- und multimediales Werk entstehen. Die Auswahl der regionalen Künstler:innen für den Projektstart konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden.

THE ART OF kann man sich als einen moderierten Kreativprozess in drei Phasen vorstellen, bei dem die teilnehmenden Künstler:innen sich immer wieder gegenseitig entlang eines gemeinsamen Themenschwerpunktes inspirieren. Als Startschuss wird den Künster:innen demnächst das Oberthema mitgeteilt und veröffentlicht – dessen Ausgestaltung ist ihnen derweil völlig freigestellt. Die Teilnehmenden sind Kulturschaffende aus unterschiedlichsten Disziplinen: Musiker und Instrumentalisten, Tänzer und Choreografen, Sänger, Schauspieler, DJs, Maler und andere bildende Künstler. Es nehmen teil: Alexander Hartmann (Musik), Anna Lipski (Malerei), DJ Evolution (Musik), Kathrin Reinhardt (Schauspiel), Kleopetrol (Musik), Molly Basta (Musik), Philip Pohl (Grafik), Roberta Bergmann (Malerei) und Tom2Rock (Tanz).

Eine Vernetzung der Kreativszene

Die Designerin und Autorin Roberta Bergmann ist gern mit von der Partie: »Ich bin von Natur aus neugierig und probiere gerne neue Dinge aus. Mir gefällt das Konzept von THE ART OF und ich vernetze mich gern mit anderen Kreativen«, freut sie sich auf das kollaborative Projekt. Auch der selbstständige Musiker Billy Ray Schlag, Bandleader der Funk-Band Kleopetrol, ist gespannt auf die Zusammenwirkung: »Da ich die allermeiste Zeit allein in meinem Studio arbeite, gibt es selten direkte Berührungspunkte mit anderen Künstler:innen in meinem Berufsalltag. Besonders die Braunschweiger Kunstszene konnten wir aufgrund der Corona-Situation – da wir auch erst seit circa anderthalb Jahren in Braunschweig sind – noch nicht gebührend erkunden. THE ART OF ist da eine optimale Gelegenheit!«

Tatsächlich kommen im Rahmen des Projekts Akteur:innen aus unterschiedlichsten kulturellen Genres zusammen – so auch Philip Pohl, vielen bekannt durch seine Streetart-Kunstfigur Pinky Ponko. »Für mich ist das eine neue Herausforderung und ich bin gespannt darauf, was so alles kreiert wird. Außerdem freue ich mich auf viele – noch – unbekannte Kreative und erhoffe mir dabei reichlich Inspiration«, so der Diplom-Designer. Musikalisch wird es derweil auch mit Evren Songürer alias DJ Evolution. »Sich an einem gegebenen Oberthema zu orientieren, ist eine andere Herausforderung als selbst zu entscheiden, in welche Richtung man gehen möchte. Es holt mich aus der Comfort Zone und gibt mir eine Art von Nervenkitzel.«

Gemeinsam etwas Bleibendes, Nachhaltiges schaffen

So unterschiedlich die Genre-Heimat der beteiligten neun Künstler:innen auch sein mag – was sie eint: Gemeinsam wollen sie etwas Bleibendes, Nachhaltiges schaffen. »Wir sind froh, dass wir mit THE ART OF in dieser herausfordernden Zeit eine außergewöhnliche Plattform für unsere Kunstszene schaffen können«, ergänzt Knud Maywald, Vorsitzender des Vorstands der Öffentlichen. »Das vielfältige kulturelle Geschehen ist ganz wesentlich für unsere Region. Umso wichtiger ist es uns, dass wir die Kultur sowie die Menschen dahinter auch auf ungewöhnlichen und neuen Wegen unterstützen.« In diesem Sinne kann THE ART OF auch als Auftakt für eine übergreifende kreative Zusammenarbeit der regionalen Kulturszene verstanden werden.

Weitere Informationen zu THE ART OF und aktuelle News zum Projektfortschritt gibt es auf www.oeffentliche.de/theartof sowie auf den Socia-Media-Kanälen der Öffentlichen unter www.facebook.com/oeffentliche.braunschweig und www.instagram.com/oeffentliche_bs.

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